Irak 2023
Der Grenzübertritt ist wirklich ein Abenteuer. Schon die Ausreise aus dem Iran ist ein spannender Prozess bis man alle Stempel am richtigen Ort hat. Die Einreise in den Irak ist dann die nächste Stufe. Wie brauchen etwa fünfeinhalb Stunden bis wir über die Grenze sind. Die Grenze und die Strassen dort sehen aus wie in den Slums. Die Bürocontainer sind überall wild versteut auf dem Areal, teilweise verfallen, nix ist angeschrieben und wenn, dann in persisch, wenige können englisch. Wir müssen kreuz und quer zu den Büros um wieder unsere Stempel abholen. Das Ganze hat null Struktur. Und jeder ist nur für einen Stempel zuständig. Auf diesem Areal laufen wir ca. 4 km hin und her.
Da es schon Abend ist biegen wir nach der Grenze rechts am und schlafen in der Wildnis.
Da es schon Abend ist biegen wir nach der Grenze rechts am und schlafen in der Wildnis.
Irak 2024
Grenzübertritt
Heute ist der letzte Tag in Jordanien und es geht nach Irak.
Nach dem Iran das zweite Land das wir mit gemischten Gefühlen bereisen. Wobei der Iran im nachhinein sehr schön war. Im Irak wird es anders werden. Lest selbst...
Der Grenzübertritt ging wie erwartet etwa 5,5 Stunden und ein paar Kilometer Fussmarsch im Grenzareal 😁. Zum Glück hatten wir einen Helfer vor Ort der uns unterstützte und immer dabei war.
Alles ist wieder krass chaotisch und konzeptlos. Man holt ein Papier im Büro, läuft 400m in ein anderes Gebäude um dieses abzustempeln, läuft wieder zurück zum ersten Büro, der unterschreibt den Zettel, dann wieder 400m zurück um einen anderen Stempel zu holen und wieder zurück. Das Ganze wiederholt sich etwa viel Mal 😅😅... unverständlich, aber da muss man durch und immer lächeln und das schöne Wetter geniessen. Englisch können wenige. Zudem wollen viele noch Geld für ihre Dienste, dass sie was stempeln, aber ich bezahle nichts ohne Quittung.
Kosten: Pro Person $ 75.- und für das Auto $ 20.- dazu kommen Versicherung für 7 Tage $ 27.-.
Der Helfer bekommt dann auch noch $ 4.- ... natürlich meckert er, dass ihm das zu wenig ist. Er kann es nehmen oder lassen.
Irak ist in dieser Beziehung anders als die arabischen Länder wo niemand Geld möchte wenn er helfen kann.
Dann fängt der Spass erst an... Checkpoint alle paar Kilometer Richtung Bagdad.
Am Schluss gabs sogar noch Militär- und Polizeibegleitung für uns. Sie wechselten sich alle 10-20km ab.
Ich habe noch nie sooo viele Checkpoints gesehen. Von jeder Kontrollstelle ist die nächste bereits sichtbar.
So muss es im Mittelalter gewesen sein, als sie von Burg zu Burg gesehen haben.
Geschlafen haben wir ebenfalls beim Militär.
Alle sind sehr freundlich machen Fotos von den Pässen, Auto, Selfies... 😁
Aber auch an den Checkpoints alles chaotisch und immer viele Uniformierte mit Waffen... was das kosten muss!!
Heute ist der letzte Tag in Jordanien und es geht nach Irak.
Nach dem Iran das zweite Land das wir mit gemischten Gefühlen bereisen. Wobei der Iran im nachhinein sehr schön war. Im Irak wird es anders werden. Lest selbst...
Der Grenzübertritt ging wie erwartet etwa 5,5 Stunden und ein paar Kilometer Fussmarsch im Grenzareal 😁. Zum Glück hatten wir einen Helfer vor Ort der uns unterstützte und immer dabei war.
Alles ist wieder krass chaotisch und konzeptlos. Man holt ein Papier im Büro, läuft 400m in ein anderes Gebäude um dieses abzustempeln, läuft wieder zurück zum ersten Büro, der unterschreibt den Zettel, dann wieder 400m zurück um einen anderen Stempel zu holen und wieder zurück. Das Ganze wiederholt sich etwa viel Mal 😅😅... unverständlich, aber da muss man durch und immer lächeln und das schöne Wetter geniessen. Englisch können wenige. Zudem wollen viele noch Geld für ihre Dienste, dass sie was stempeln, aber ich bezahle nichts ohne Quittung.
Kosten: Pro Person $ 75.- und für das Auto $ 20.- dazu kommen Versicherung für 7 Tage $ 27.-.
Der Helfer bekommt dann auch noch $ 4.- ... natürlich meckert er, dass ihm das zu wenig ist. Er kann es nehmen oder lassen.
Irak ist in dieser Beziehung anders als die arabischen Länder wo niemand Geld möchte wenn er helfen kann.
Dann fängt der Spass erst an... Checkpoint alle paar Kilometer Richtung Bagdad.
Am Schluss gabs sogar noch Militär- und Polizeibegleitung für uns. Sie wechselten sich alle 10-20km ab.
Ich habe noch nie sooo viele Checkpoints gesehen. Von jeder Kontrollstelle ist die nächste bereits sichtbar.
So muss es im Mittelalter gewesen sein, als sie von Burg zu Burg gesehen haben.
Geschlafen haben wir ebenfalls beim Militär.
Alle sind sehr freundlich machen Fotos von den Pässen, Auto, Selfies... 😁
Aber auch an den Checkpoints alles chaotisch und immer viele Uniformierte mit Waffen... was das kosten muss!!
Tikrit und Kirkuk
Ich dachte, dass es im Landesinnern weniger Checkpoints gibt... falsch gedacht 😁. Uns halten sie jedesmal an. Wenn wir Diesel brauchen, fahren wir ab der Autobahn in eine Stadt. Checkpoint. Was wollt ihr? Diesel! Pässe abgeben und dann geht's mit Polizeibegleitung zu einer Tankstelle. Als ich getankt hatte, hat der Tankwart sofort die Anzeige auf der Säule gelöscht, dass ich die Literzahl nicht sehe... aber ich war schneller 😅 Dann wollte er anstelle der angeschriebenen 400 Dinar, 450 Dinar pro Liter von mir. Vor dem Polizisten, der das Geschehen einfach verfolgte. Ich hab natürlich nur 400 Dinar bezahlt, was etwa Fr. 0.30 sind. Es geht um's Prinzip! Ich lasse mich nicht bescheissen! Hier muss man wieder die Augen offen halten, das war in den arabischen Ländern nie der Fall.
In Tikrit sehen wir das zerbombte Gebäude von Sadam Hussein. Sehr viele Gebäude und Autos stehen zerschossen und eingestürzt am Strassenrand. Die Narben der Kriege sind gut sichtbar. Alle sind gut bewaffnet und es stehen viele gepanzerte und beschossene Hummer herum.
Die Leute sind wiederum freundlich, laden uns zu Tee ein und wir dürfen bei ihnen auf dem Hof schlafen. Leider können nur wenige Englisch.
Auf der Strasse sieht man gut die Fahrspuren der LKW. Die müssen offenbar sehr schwer beladen gewesen sein.
Die Hygienevorschriften sind hier etwas lascher als bei uns in der Schweiz. Auf dem Pickup hat es Karpfen zum Verkauf und mit der Pumpe wird das Wasser umgewälzt.
Ich dachte, dass es im Landesinnern weniger Checkpoints gibt... falsch gedacht 😁. Uns halten sie jedesmal an. Wenn wir Diesel brauchen, fahren wir ab der Autobahn in eine Stadt. Checkpoint. Was wollt ihr? Diesel! Pässe abgeben und dann geht's mit Polizeibegleitung zu einer Tankstelle. Als ich getankt hatte, hat der Tankwart sofort die Anzeige auf der Säule gelöscht, dass ich die Literzahl nicht sehe... aber ich war schneller 😅 Dann wollte er anstelle der angeschriebenen 400 Dinar, 450 Dinar pro Liter von mir. Vor dem Polizisten, der das Geschehen einfach verfolgte. Ich hab natürlich nur 400 Dinar bezahlt, was etwa Fr. 0.30 sind. Es geht um's Prinzip! Ich lasse mich nicht bescheissen! Hier muss man wieder die Augen offen halten, das war in den arabischen Ländern nie der Fall.
In Tikrit sehen wir das zerbombte Gebäude von Sadam Hussein. Sehr viele Gebäude und Autos stehen zerschossen und eingestürzt am Strassenrand. Die Narben der Kriege sind gut sichtbar. Alle sind gut bewaffnet und es stehen viele gepanzerte und beschossene Hummer herum.
Die Leute sind wiederum freundlich, laden uns zu Tee ein und wir dürfen bei ihnen auf dem Hof schlafen. Leider können nur wenige Englisch.
Auf der Strasse sieht man gut die Fahrspuren der LKW. Die müssen offenbar sehr schwer beladen gewesen sein.
Die Hygienevorschriften sind hier etwas lascher als bei uns in der Schweiz. Auf dem Pickup hat es Karpfen zum Verkauf und mit der Pumpe wird das Wasser umgewälzt.
Lalish
Lalish ist ein kleines Dorf oder besser gesagt ein heiliger Ort der Jesiden.
Das Dorf darf nur barfuss betreten werden. Es hat viele Quellen und Tempel. Gebetet wird in Richtung Sonne, welche sie verehren (ich ja eigentlich auch 👍😁). Über einigen Türen hat es zerdrückte Eier und Blumen mit Lehm hingeklebt. Gerade war hier ein Festtag, ähnlich wie bei uns Ostern und ihr neues Jahr hat begonnen.
Die Leute hier sind keine Moslem, sondern gehören ihrer eigenen nicht biblischen Religion an. Jesiden heiraten nur Jesiden. Von aussenhalb kann man ihnen nicht beitreten.
Im Jahre 2014 wurden viele von ihnen durch die IS-Truppen getötet.
Lalish ist ein kleines Dorf oder besser gesagt ein heiliger Ort der Jesiden.
Das Dorf darf nur barfuss betreten werden. Es hat viele Quellen und Tempel. Gebetet wird in Richtung Sonne, welche sie verehren (ich ja eigentlich auch 👍😁). Über einigen Türen hat es zerdrückte Eier und Blumen mit Lehm hingeklebt. Gerade war hier ein Festtag, ähnlich wie bei uns Ostern und ihr neues Jahr hat begonnen.
Die Leute hier sind keine Moslem, sondern gehören ihrer eigenen nicht biblischen Religion an. Jesiden heiraten nur Jesiden. Von aussenhalb kann man ihnen nicht beitreten.
Im Jahre 2014 wurden viele von ihnen durch die IS-Truppen getötet.
Irak als Reiseland
Irak ist absolut kein Land um Ferien zu machen.
Es hat unendlich viele Checkpoints die uns kontrollieren. Teilweise drei innerhalb eines Kilometers. Was sollen wir denn in dieser kurzen Strecke angestellt haben? Jedes Mal Pässe kontrollieren, fotografieren oder kopieren. Für uns heisst das immer warten, warten, warten. Es ist auch kein gutes Gefühl wenn alle bis an die Zähne bewaffnet sind.
Gefühlt ist 50% aller Einwohner beim Militär oder der Polizei angestellt. So macht das Reisen keinen Spass.
Vor was haben sie hier solche Angst? Vor den Ausländern oder von den eigenen Leuten?
Irak erscheint mir wie eine grosse Müllhalde die engmaschig überwacht wird.
Vieles ist zerschossen und eingestürzt. Also warum bewachen? So wird das nicht besser!
Der Kurdische nördliche Teil des Irak ist etwas besser, schöner grüner... aber immer noch typisch Irak.
Wir sind froh, wieder aus dem Land raus zu sein und uns frei bewegen zu können.
Irak ist absolut kein Land um Ferien zu machen.
Es hat unendlich viele Checkpoints die uns kontrollieren. Teilweise drei innerhalb eines Kilometers. Was sollen wir denn in dieser kurzen Strecke angestellt haben? Jedes Mal Pässe kontrollieren, fotografieren oder kopieren. Für uns heisst das immer warten, warten, warten. Es ist auch kein gutes Gefühl wenn alle bis an die Zähne bewaffnet sind.
Gefühlt ist 50% aller Einwohner beim Militär oder der Polizei angestellt. So macht das Reisen keinen Spass.
Vor was haben sie hier solche Angst? Vor den Ausländern oder von den eigenen Leuten?
Irak erscheint mir wie eine grosse Müllhalde die engmaschig überwacht wird.
Vieles ist zerschossen und eingestürzt. Also warum bewachen? So wird das nicht besser!
Der Kurdische nördliche Teil des Irak ist etwas besser, schöner grüner... aber immer noch typisch Irak.
Wir sind froh, wieder aus dem Land raus zu sein und uns frei bewegen zu können.